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Informationsüberflutung im Internet…, und sonst?

Manche Skeptiker argumentieren, dass Netz ist unübersichtlich in Quantität und Qualität. Ist das so? Und war, bzw. ist das bei anderen Medien anders? Manchmal hilft ein Blick zurück, bzw. zu schon länger existierenden und gelernten Medien.

Bücher:
Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels gibt es derzeit 1,4 Millionen lieferbare Titel in deutscher Sprache (siehe VLB).

Google schätz die Gesamtzahl weltweit auf 129.864.880 Titel. Welche Bücher liest man, wie findet man heraus, welche einen interessieren?

Zeitungen und Zeitschriften:
Alle Tageszeitungen, Wochen- und Montaszeitschriften und Magazine zu lesen: nicht möglich!

 Wie wählt man Relevante aus?

Schon das Durchlesen einer Tageszeitung an einem Tag fällt schwer. Welche Artikel lässt man weg, welche liest man?

Rundfunk & Fernsehen:
Mit Kabel- und Satellitenfernsehen können mehrere tausend Stunden Programm täglich empfangen werden. Welches schaut man sich an? Wann läuft was wo?

Wir leben schon lange in einer Welt voller Medien, die mehr Inhalte produzieren, als man konsumieren und einschätzen kann. Wir haben gelernt damit umzugehen. Wir folgen Empfehlungen, fragen Freunde, kaufen Fernsehzeitschriften, haben einen Buchhändler und filtern so für uns relevante Inhalte heraus.

Und jetzt Internet:
Im Netz ist es nicht anders: Wir benutzen Filter. Einer der am meistbenutzten ist Google. Wer etwas Konkretes wissen möchte fragt vielleicht Wikipedia. Manche haben eine bestimmte Startseite, wie z.B. spiegel.de o.ä.

Wir machen Erfahrungen. Haben Lieblingsseiten. Wir vernetzen uns. Wir folgen Menschen bei Twitter, kreisen sie bei Google+ ein oder sind mit ihnen auf Facebook befreundet. Menschen, die wir im Netz treffen, inspirieren uns oder geben Hinweise auf spannende Seiten, Artikel und Fundstücke im Netz. Wir tauschen uns aus, lernen und filtern.

Genau so, wie wir es immer schon getan haben. Nur effizienter und global, sowie räumlich und zeitlich unabhängig.