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Social Media: Sinnloses Zeug!?

„Das ist doch alles Unsinn, da wird nur belangloses Zeug geschrieben. Reine Zeitverschwendung!“ so etwas höre ich öfter, bei Diskussionen zum Thema Social Media. Ich finde das insofern schade, da die meisten Menschen die sich so äußern, diese sozialen Medien gar nicht kennen. Nicht angeschaut und auch nicht ausprobiert. Bei Büchern würden sie dies nicht tun. Beim Thema Facebook, Twitter und Co. sehr wohl. Ich habe ein wenig den Eindruck, sie suchen einen Grund, sie nicht auszuprobieren. Traut Euch ;-)
„Ich Sitze gerade draußen und genieße die Sonne.“ – „Sowas braucht man doch nicht schreiben…“ Hmmm, ich habe viele Postkarten bekommen, die ähnlichen Inhaltes waren und gefreut habe ich mich immer. „Ja, bei Postkarten, das ist ja was Anderes“ Ach?!

Es geht um Kommunikation, um Austausch. Und der ist halt manchmal belanglos, manchmal amüsant und manchmal wertvoll. Oder alles zusammen! Sowie im ganz normalen miteinander bisher eben auch. Nicht jeder Grillabend wird zu einem hochphilosophischen Gedankenaustausch. Genau so wie nicht jeder Tweet nur belangloses Zeug enthält. Es gibt eine Menge Bücher, Artikel, Orte oder auch Veranstaltungen – auf die wäre ich ohne Twitter und Co. nicht gestoßen. Und einige haben mein Leben bereichert.

Es ist, wie gesagt, wie bisher auch. Die Auswahl meiner Freunde und Bekannten bestimmt, was ich an Austausch, Spaß usw. erwarten darf. Sind das z.B. auschließlich fussballbegeisterte, darf ich mich nicht wundern, dass sie Samstags häufig über Fussball reden. Wer in „seinem“ Facebook und in „seinem“ Twitter Account (bzw. Timeline) nur Dinge findet, mit denen er rein gar nichts anfangen kann, nun der hat sich schlicht nicht die richtigen „Freunde“ ausgesucht. Jemand der sich eine Bildzeitung kauft erwartet keinen Feuilton und bei der FAZ ist der Sportteil nicht so wie der in der Bild. Das ist bekannt. Und so ist es auch bei Social Media: Die Inhalte, die ich sehe, bestimme ich selbst!

Aber die Transparenz!

Klar, was manche Netzwerke wie z.B. Facebook an Daten sammeln – da ist sicher ein kritischer Blick notwendig und der Umgang mit den Daten wird noch zu diskutieren / regeln sein. Aber grundsätzlich gilt: Ich bestimme, welche Daten ich preisgebe. Und wenn ich nicht möchte, dass Facebook und Co. potentiell etwas wissen, dann gebe ich diese Information nicht ins Netzwerk. Auch hier ist es genauso wie bisher auch: Wenn ich nicht möchte, dass meine Freunde, Bekannten oder Arbeitskollegen etwas wissen, dann erzähle ich es auch nicht. Wenn ich nicht möchte, dass jemand weiß was ich wann, wo eingekauft habe, dann verwende ich keine Bonuskarte, besser auch keine EC oder Kreditkarte.
Aber Informationen miteinander zu teilen, war schon immer ein Anliegen von Menschen. Austausch bringt weiter. Wenn ich z.B. sehe, was meine Freunde gekauft haben, oder Menschen die ich kenne, vielleicht hilft mir das bei meiner Kaufentscheidung. Vielleicht werde ich inspiriert eine Ausstellung zu besuchen, die ich sonst nicht gefunden hätte, was auch immer. Ich muss es nicht tun. Ich muss auch nicht die Bild oder FAZ lesen, aber vielleicht bereichert es mein Leben und bereitet mir Freude. Und eine Nachricht „Viele Grüße aus Rom, Simone“ kann ein Lächeln auf ein Gesicht zaubern, so belanglos sie auch sein mag. Und das ist doch auch was wert! Egal ob per Postkarte, Twitter oder Facebook. Update: oder Google+

Also, schaut mal rein. Social Media ist, was Ihr draus macht!

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