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Mein Freund, das Buch, ist tot. Im Alltag…

Ich mag Bücher. Ich lese gerne. Ich habe sie gerne um mich herum. Ich bin mit ihnen aufgewachsen. Ich mag es in einem Buch zu blättern. Ich mag den Geruch. Ich weiß eine gute Buchhandlung zu schätzen und genieße die ruhige Atmosphäre dort. Bücher erzählen Geschichten und manche Bücher haben eine eigene Geschichte.

Nun ist in den letzten Wochen etwas passiert:

Lesen belastet mich. Genauer gesagt: mein Gepäck!

Ich bin öfter mal für 2-3 oder auch 4 Tage unterwegs. Und da nehme ich natürlich die aktuellen Bücher mit, in den letzten Wochen waren das zwei…, aber seht selbst…

Ich fürchte, die Zeit ist gekommen mich in meinem Alltag vom Buch in seiner klassischen Form zu verabschieden. Die Nachteile sind zu groß geworden, bzw. die Alternativen zu gut und sinnvoll.
Ein gedrucktes Buch wird für mich immer Bestandteil meines Lebens bleiben. In Zukunft aber eher so, wie ich gerne vor einem heimeligen Kamin sitze, die Wärme und Gerüche genieße, dem Spiel der Flammen zusehe und dem Knistern und Zischen lausche. Etwas besonderes. Im Alltag freue ich mich über den Komfort einer Heizung und bin froh, dass ich kein Holz schlagen und schleppen muss, um die Stube zu heizen.
Es fällt mir schwer es einzugestehen, aber für den täglichen Gebrauch ist das Buch für mich überholt. Aber ich freue mich auf nostalgisch gemütliche Abende, an denen ich ein klassisches, gutes Buch, am Besten vor einem Kamin, genießen darf ;-)

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Informationsüberflutung im Internet…, und sonst?

Manche Skeptiker argumentieren, dass Netz ist unübersichtlich in Quantität und Qualität. Ist das so? Und war, bzw. ist das bei anderen Medien anders? Manchmal hilft ein Blick zurück, bzw. zu schon länger existierenden und gelernten Medien.

Bücher:
Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels gibt es derzeit 1,4 Millionen lieferbare Titel in deutscher Sprache (siehe VLB).

Google schätz die Gesamtzahl weltweit auf 129.864.880 Titel. Welche Bücher liest man, wie findet man heraus, welche einen interessieren?

Zeitungen und Zeitschriften:
Alle Tageszeitungen, Wochen- und Montaszeitschriften und Magazine zu lesen: nicht möglich!

 Wie wählt man Relevante aus?

Schon das Durchlesen einer Tageszeitung an einem Tag fällt schwer. Welche Artikel lässt man weg, welche liest man?

Rundfunk & Fernsehen:
Mit Kabel- und Satellitenfernsehen können mehrere tausend Stunden Programm täglich empfangen werden. Welches schaut man sich an? Wann läuft was wo?

Wir leben schon lange in einer Welt voller Medien, die mehr Inhalte produzieren, als man konsumieren und einschätzen kann. Wir haben gelernt damit umzugehen. Wir folgen Empfehlungen, fragen Freunde, kaufen Fernsehzeitschriften, haben einen Buchhändler und filtern so für uns relevante Inhalte heraus.

Und jetzt Internet:
Im Netz ist es nicht anders: Wir benutzen Filter. Einer der am meistbenutzten ist Google. Wer etwas Konkretes wissen möchte fragt vielleicht Wikipedia. Manche haben eine bestimmte Startseite, wie z.B. spiegel.de o.ä.

Wir machen Erfahrungen. Haben Lieblingsseiten. Wir vernetzen uns. Wir folgen Menschen bei Twitter, kreisen sie bei Google+ ein oder sind mit ihnen auf Facebook befreundet. Menschen, die wir im Netz treffen, inspirieren uns oder geben Hinweise auf spannende Seiten, Artikel und Fundstücke im Netz. Wir tauschen uns aus, lernen und filtern.

Genau so, wie wir es immer schon getan haben. Nur effizienter und global, sowie räumlich und zeitlich unabhängig.