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Die Alhambra – letzter Seufzer der Mauren

Der Legende nach drehte sich der letzte maurische Herrscher Boabdil beim Verlassen Granadas auf einer Anhöhe noch einmal um, blickte auf die Alhambra und tat einen tiefen, langen Seufzer. Zuvor hatte Boabdil sein Reich verloren und die Alhambra friedlich, damit sie nicht zerstört werde, an die katholischen Könige übergeben. „Weine wie eine Frau um das, was du nicht wie ein Mann verteidigen konntest.“ soll seine Mutter zu ihm gesagt haben. Das wird sein Herz nicht leichter gemacht haben. 

Nachdem ich nun endlich die Alhambra besucht habe, kann ich Boabdils Seufzer aus tiefstem Herzen nachvollziehen. Noch kein Bauwerk hat mich auf eine so intensive Art und Weise in seinen Bann gezogen. Es ist nicht nur die grandiose Lage über Granada, im Angesicht der Sierra Nevada mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Es ist auch die Ruhe und unaufdringlich erhabene Ausstrahlung dieses Ortes. Gebaut zum Verweilen, zum Wohlfühlen, zum Austausch, zum Auftanken – kurz: zum Leben! Und das spürt man noch heute. Gleichzeitig zum Schutz gebaut, als strategische Festung. Die herrlichen Paläste im Inneren sind so angelegt, dass sie trotz der großen Hitze draußen, kühl sind. Vor allem Gärten und Wasserspiele erfrischen den Geist und laden zum Lustwandeln ein.
Die Alhambra ist eine Reise Wert. Ich möchte auf jeden Fall wieder dorthin – es gibt noch viel zu entdecken.

Wer sich schon einmal einstimmen, erinnern möchte, dem seien die „Erzählungen von der Alhambra“ von Washington Irving wärmstens ans Herz gelegt.

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